- - - VOL. XXII / NO. 33 - - - - - - - - - - - - - - - - - - BOCHUM, DER WELTTAG DES LAUSCHENS, 03. MÄRZ, 2017 - - - - - - - - - - - - - - - - - - MONO - GAZETO, 1,20 € - - -


Heu­te: Ei­ne mil­de, mond­schein­ge­tränk­te vam­pir-, alien- so­wie axt­mör­der­freie Nacht. Ei­gent­lich lang­wei­lig, aber die Aus­sich­ten sind bun­ter. Po­ca­hon­tas - Eh­ren­wort! Und nicht ver­ges­sen: Im­mer schön den Tel­ler leer es­sen.



Ich den­ke den gan­zen Tag da­ran, mich ab­len­ken fällt schwer. Ich hal­te es nicht oh­ne aus, wo krieg' ich sie nur her?! Das gan­ze Um­feld hab' ich schon ganz pa­nisch ab­ge­sucht und mein Ver­lan­gen da­nach den gan­zen Nach­mit­tag ver­flucht! Mein Kör­per schreit nach Ka­kao­boh­nen, egal in wel­cher Form! Mein Kon­sum an Scho­ko­la­de ent­spricht nicht mehr der Norm!


Ich brauch' Ka­kao! Gib mir Ka­kao! Ich fürch­te, dass ich's kaum er­tra­ge, nen' gan­zen Tag oh­ne Scho­ko­la­de!

Die­ser zart - bit­te­ren Köst­lich­keit bin ich ver­fal­len. Der Be­gier­de nach­zu­kom­men ist das Wich­tigs­te von al­lem! Lass es kos­ten was es wol­le, ich wür­de al­les tun! Erst wenn ich sie mir ein­ver­leibt hab', kann ich in Frie­den ru­hen! Woah! Sie macht mich glück­lich, sie er­leich­tert mei­nen Geist. Bit­te gib mir mehr da­von, gib mir mehr von dem brau­nen Scheiß!

Ich brauch' Ka­kao! Gib mir Ka­kao! Ich fürch­te, dass ich' s kaum er­tra­ge, nen' gan­zen Tag ohne Scho­ko­la­de!

Schoko­addicted!



Du at­mest ein, du at­mest aus, ver­lässt das Haus und blickst die Ster­ne. Du wärst so ger­ne ir­gend­wo weit weg von hier, wo du kein Straßen­schild kennst und dei­ne Rou­ti­nen ver­lierst.

Du läufst Schritt für Schritt vo­ran. Nimmst heu­t' Nacht nicht die Straßen­bahn. Stellst dir vor, wie es wär' zu flie­gen, wie­der zu lie­ben, sie in dei­nen Ar­men zu wie­gen.

Du schaust in frem­de Ge­sich­ter. Die grel­len Lich­ter der Stadt trü­ben dei­ne Sicht! Du spürst den Wind und der Rauch schmeckt bit­ter. Du lachst ein­mal und ver­hüllst dein Ge­sicht.

Du hörst, wie Men­schen strei­ten. Ver­lierst nen' Ge­dan­ken und dein Puls nimmt zu. Du stoppst und wech­selst die Sei­te und fin­dest kei­ne Ruh'.

  
  • Tape
  • Stromgitarre
  • Freiluft
  • Bass
  • Mixer
  • Labor
  • Salat
  • Amp
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Das ist kein Kla­ge­lied, das ist nen' Kla­ge­beat! Ich hab' ge­nug von dem Shit da drau­ßen. Den gan­zen Tag nur kas­sie­ren und ad­die­ren, pro­du­zie­ren und ro­sa­ro­ten Plas­tik­mist ver­kau­fen. Face­book, Mi­cro­soft, Goog­le & Co. ha­ben euch am Arsch, die Welt geht K.O.! In­ter­net Krank­heit! Ge­lang­weilt schaut ihr in die Glot­ze und hofft, dass was Neu­es er­scheint! Von der Couch aus star­tet ihr den Kauf­rausch. On­line - Shop­ping im Ama­zon Ver­sand­haus. Mit nem' schnel­len Klick kommt ihr zu neu­em Glück, ver­kauft eure See­le da­bei Stück für Stück. Doch es küm­mert euch nicht. Ihr macht wei­ter im Takt und füt­tert den Markt mit vir­tu­el­lem Kon­takt. Voll ver­kackt! Die Welt nur durch nen' Dis­play zu sehn' und je­den Tag in di­gi­ta­lem Müll un­ter­zu­gehn'. Über­all wo ich hin guck' seh' ich Ego­is­ten, Ma­te­ria­lis­ten in der gan­zen Welt. Über­all Likes und Fol­lo­wer­lis­ten, doch weit und breit kei­ner der zu dir hält.




Datum:
Zeit:
Ort:
Flugsteig:
07. Mrz
18:00
Essen
Frieders Keller
07. Apr
20:00
Bochum
Kitsch-Bude
Über­all wo ich hin guck' seh' ich Bling, Bling! Glit­zer und Glanz! Die Welt ist ver­flucht und ver­dor­ben von Selbst­sucht und Ar­ro­ganz! Über­all smar­te Te­le­fon-Zom­bies, geld­gei­le La­dies und gie­ri­ge Ho­mies. Me­di­en­kon­sum in 4 - fa­chem Zoom, nen' You - Tube - Ka­nal auf dem Weg zum Ruhm. Das schi­cke Out­fit! Klick, Klick auf Ins­ta­gram ge­la­den. Mil­lio­nen Fas­sa­den, die eu­er Ego auf­la­den. Ne' schnel­le Re­gis­trie­rung macht den Wahn­sinn per­fekt! So­zia­le Pho­bi­en hin­ter nem' Sel­fie ver­steckt. Voll wack! So nen' Netz mit 1000 Op­tio­nen. Für je­de Si­tua­tion ne' neue Sof­ware­ver­si­on. Kom­mu­ni­ka­ti­on im Web 2.0. Im­mer in Ak­ti­on mit dem rich­ti­gen Tool. Was für nen' kran­kes Syn­drom habt ihr da ma­ni­fes­tiert? Eu­er Da­sein auf Apps in nem' Dis­play re­du­ziert. Doch eins ist ga­ran­tiert! Ich hab' ne Aver­si­on! Ich bin nicht re­gis­triert! Mir reicht nen' Mi­kro­fon.



Dei­ne Stim­me sticht auf di­rek­tem Weg ins Herz, doch ich spü­re kei­nen Schmerz. Bei Voll­mond­schein, hin­ter Ber­gen ver­steckt, steig' ich hin­ab in dein Tal und al­les ist per­fekt! Du spielst ein Blatt mit acht Kar­ten und al­le schim­mern rot. Die Son­ne steigt auf. Ich spüre dei­nen Sog.

Und der Raum dreht sich um 180 Grad. Dei­ne Stim­me schallt und hallt von Wand zu Wand, von Tag zu Tag! Und der Raum dreht sich um 180 Grad. Dei­ne Stim­me schallt und hallt von Wand zu Wand, Schlag auf Schlag!

Nach der Knos­pe des Früh­lings spielst du dei­ne Som­mer­me­lo­die. Mit feins­ter Al­che­mie sprengst du Bal­last der Ver­gan­gen­heit. Ich lau­sche ge­fasst die­sem Flüs­tern, dei­nem Flüs­tern der Glück­se­lig­keit. Doch der Herbst­wind reißt dich fort, für al­le Ewig­keit. Ich strei­fe be­nom­men durch schnee­be­deck­ten Wald und ver­nehm' den Schein dei­ner Stim­me, wie er durch nack­te Äs­te schallt.

Und der Raum dreht sich um 180 Grad. Dei­ne Stim­me schallt und hallt von Wand zu Wand, von Tag zu Tag! Und der Raum dreht sich um 180 Grad. Dei­ne Stim­me schallt und hallt von Wand zu Wand, Schlag auf Schlag!

Die Ver­gäng­lich­keit spen­det mir Er­leich­te­rung. Ich stim­me zu und keh­re wie­der um.


Ich sah sie ges­tern Abend auf dem Bahn­steig ge­gen­über stehn'. Ich hat­te das Ver­lan­gen, woll­te sie un­be­dingt wie­der­sehn'. Ich fuhr ihr hin­ter­her und hin­ter­her wuss­te ich um­so mehr. Sie war so un­be­schwert. Oh Shit! Ich lieb­te sie so sehr! Sie hat­te so schö­ne lan­ge Bei­ne und letz­te Nacht hab' ich sie um­ge­bracht. Jetzt sitz' ich hier so ganz al­lei­ne. Ich find' ich hab' das ziem­lich gut ge­macht. Zack, zack! Die Bei­ne ab­ge­hackt! Da­nach hab' ich die Bei­ne in nen' Sack ge­packt.



I´ve been wait­ing, wait­ing a long time for a space­ship to come and to take me home to Solaris. The fuck­in' wait is finally over and the time has expired! I´m leav­ing this crazy planet to­night. Yeah, yeah, yeah! The night is so deep, the world is asleep! Yeah, yeah, yeah! Watch­ing the moon, a ship is start­ing soon.

My captain looks like a kitty - cat, wear­ing black, sneak­ing by, catch­ing mice, grow­ing fat! My ship is lost, since it touched cold ground. Couldn´t be fixed and couldn´t be found. Got some­how used to the hu­man way, but never ever really wanted to stay. I found out about public trans­porta­tion and even arranged with gra­vi­ta­tion. Yeah, yeah, yeah! The night is so deep, the world is asleep! Yeah, yeah! Watch­ing the moon, a ship is start­ing soon. Stepin' on board, leav­ing this world! Start­ing the ship, shak­ing my hips! Stepin' on board, leav­ing this world! Dropin' a beat, movin' my feet!



ER SUCHT SIE

Kuba K.

Auf dem Pla­ne­ten Er­de ge­stran­de­ter Gi­tar­rist, mit Hang zum Bas­sis­mus, sucht Musik - Göt­tin, um mit ihr ge­mein­sam den so­la­ri­schen Thron zu be­stei­gen. Du soll­test un­ter ei­ner Skor­pi­on - Son­ne ge­bo­ren sein und un­be­dingt mehr Hu­mor ha­ben, als mei­ne letz­ten 27 Freun­din­nen! Bit­te nur ernst­ge­mein­te Zu­schrif­ten un­ter Chif­fre 44088.

Hektor P.

Ein­sa­mer Kö­nigs­pin­gu­in mit Pu­del­müt­ze und Sil­ber­blick sucht gleich­ge­sinn­te Da­me, um ei­ne lo­ka­le Klang­ban­de zu grün­den. Du soll­test Soul - Hip Hop - Blues - Singer - Song­writer - Latin - Reggae - Funk  so­wie "Black or White" von Mi­cha­el Jack­son mö­gen und nach Mög­lich­keit ein bun­te­rer Vo­gel als ich sein.

SIE SUCHT IHN

Maria O.


Kla­vier zu ver­kau­fen. Ja, ja..., ich weiss, das ist kei­ne wirk­li­che Kon­takt­an­zei­ge. Aber in der Spal­te "Zu ver­kau­fen" ha­be ich nie ei­ne Ant­wort ge­kriegt! Und au­ßer­dem: Wenn du hier kei­ne pas­sen­de Part­ne­rin ge­fun­den hast..., wer weiss, viel­leicht ver­suchst du's er­satz­wei­se mal mit ei­nem net­ten Kla­vier. 


Die schi­cke Lei­che im Sack. Sack ins Au­to ge­packt! Da­nach hab' ich die Kar­re in nem' Wald ge­parkt. Wrack ab! Oh! Yeah! Num­mern­schil­der ab! Da­nach hab' ich die Kar­re rich­tig ab­ge­fuckt. Va­ku­um­ver­packt und kon­ser­viert, hab' ich die Bei­ne da­nach zu­hau­se bei mir an der Wand an­ge­bracht. Jetzt hän­gen ih­re schö­nen lan­gen Bei­ne hier bei mir im Flur an der Wand und je­der, der das Haus be­tritt, sieht auf An­hieb, wie sehr ich auf sie stand.






















Je­den Tag die sel­ben Fra­gen. Je­den Tag die glei­che Pflicht. Je­den Tag Angst zu ver­sa­gen. Lee­rer Aus­druck im Ge­sicht. Ist das al­les, was das Le­ben zu bie­ten hat? Ist das al­les? Das ewig‘ glei­che Auf und Ab. Ist das al­les? Wie ein de­fek­tes Rie­sen­rad. Ist das al­les? Ja es fällt mir schwer, die­ses ewi­ge Hin und Her. Ich wünsch‘ es mir so sehr: Kön­nen wir nicht so tun, als ob wir wie­der Kin­der wä­ren? Je­den Tag die sel­ben Fra­gen. Wo­hin man blickt, die glei­che Sicht. An je­der Ecke lee­re Phra­sen. Was mich Stück für Stück zer­bricht.




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